Zwischen steigender Marktvolatilität, wechselnden Produktvarianten und kurzen Lieferzyklen stehen Co-Packer heute vor einer zentralen Herausforderung: maximale Effizienz durch Automatisierung erreichen, ohne die notwendige Flexibilität für individuelle Kundenanforderungen zu verlieren. Experten aus der Packservice-Produktion zeigen, wie diese Balance gelingt.
Teilautomatisierung als Schlüssel
Operations Manager Robert Fetsch und Regionalmanager Juan Banuelos sind sich einig: Automatisierung und Flexibilität ergänzen sich. Der Schlüssel liegt in der Teilautomatisierung.
Gerade bei individuellen Aufträgen, komplexen Packaufgaben oder kurzfristigen Anpassungen zeigt sich, dass Flexibilität ohne manuelle Kompetenz kaum möglich ist. Automatisierung dient hier nicht als Ersatz, sondern als Verstärkung: Sie entlastet die Mitarbeitenden von repetitiven Tätigkeiten und schafft Kapazitäten für anspruchsvollere Aufgaben. „Von einer vollständigen Austauschbarkeit kann man erst sprechen, wenn Maschinen die individuelle Handfertigkeit und Anpassungsfähigkeit des Menschen erreichen“, so Robert Fetsch.
Kundenanforderungen im Fokus
Für Kunden steht nicht der Automatisierungsgrad im Vordergrund, sondern das Ergebnis:
Flexibilität: schnelle Anpassung an wechselnde Aufträge
Qualität: konstant hohe Standards
Effizienz: wirtschaftliche und termingerechte Umsetzung
„Prozesse, die vollständig automatisierbar sind, setzen viele Kunden selbst um. Unsere Stärke liegt in flexiblen, teilautomatisierten Lösungen“, erklärt der Operations Manager.
Klare Kriterien für Automatisierung
Die Entscheidung, welche Prozesse automatisiert werden, folgt einem klaren Prinzip: „Automatisierung wo sinnvoll, manuelle Prozesse wo erforderlich.“
Bewertet werden unter anderem:
Wiederholbarkeit und Auftragsvolumen
Produkt- und Variantenvielfalt
Qualität der Automatisierungslösung
Kosten-Nutzen-Relation und Amortisierung
Integration in flexible Produktionsflächen
Auch Faktoren wie Bedienbarkeit, Sicherheit und Wartung spielen eine wichtige Rolle.
„Automatisierungslösungen müssen sinnvoll in bestehende Prozesse integriert werden“, betont Juan Banuelos. „Nur so lassen sich Effizienzgewinne realisieren, ohne Flexibilität zu verlieren.“
Mensch und Maschine in der Praxis
Wie diese Prinzipien in der Praxis aussehen, zeigen die Packservice-Produktionsstandorte:
Teilautomatisierung: CoBots unterstützen beim Palettieren in Muggensturm, in Edelstal laufen die Transportwege wie auch die Versandfertigung der kommissionierten Paletten automatisiert.
Mensch + Maschine: In Hamburg werden unterschiedliche Produktformen manuell zugeführt, bevor automatisierte Prozesse wie Sleeven und Etikettieren folgen.
Vollautomatisierung: Standardprozesse wie Paletten wickeln oder Füllmaterialproduktion laufen vollständig automatisiert.
Das Ergebnis: hohe Anpassungsfähigkeit bei gleichzeitig effizientem Ressourceneinsatz.
Fazit
Die Kombination aus Mensch und Maschine ist der entscheidende Erfolgsfaktor im Co-Packing.
Packservice zeigt, wie sich Effizienz und Flexibilität verbinden lassen – und schafft damit klare Vorteile für Markenhersteller:
Flexible Umsetzung individueller Anforderungen
Effiziente Prozesse durch gezielte Automatisierung
Hohe Qualität und Termintreue
So positioniert sich Packservice als anpassungsfähiger und leistungsstarker Partner in einem dynamischen Marktumfeld.