Verpackungsentwicklung: Warum der Erfolg von POS-Displays lange vor dem Design entschieden wird
Nur wenige Sekunden hat ein Display am Point of Sale, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, Interesse zu wecken und eine Kaufentscheidung auszulösen. Was in diesem Moment passiert, ist jedoch kein Zufallsprodukt guter Gestaltung – es ist das Ergebnis einer durchdachten Verpackungsentwicklung.
Denn ein Display, das im Handel funktioniert, basiert auf klaren Entscheidungen: die richtige Höhe für optimale Sichtbarkeit, eine stabile Struktur für reale Belastungen im Markt, eine Konstruktion für schnellen Aufbau und Materialien, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vereinen.
Genau hier setzt unsere Verpackungsentwicklung an – von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung.
Von der Anforderung zur fertigen Verpackungslösung
Jede Verpackung beginnt mit einer Anforderung, die oft noch keine konkrete Form hat. Daraus entsteht Schritt für Schritt eine funktionierende Lösung – entwickelt, getestet und optimiert.
„Der Prozess startet immer mit einer klaren Bedarfsabfrage beim Kunden. Gemeinsam mit unserer Verpackungsentwicklung entstehen erste Visualisierungen und Materialkonzepte. Parallel prüfen wir bereits logistische Abläufe und die Umsetzbarkeit an unseren Standorten“, erklärt Michael Tercek, Vertriebsverantwortlicher in Österreich (links i.B.). „So stellen wir sicher, dass das Konzept nicht nur gut aussieht, sondern auch effizient umgesetzt werden kann.“
Währenddessen beginnt im Hintergrund bereits die technische Ausarbeitung. Verpackungsingenieurin Marianne Kases (rechts i. B.) denkt Konstruktionen von Anfang an mit – lange bevor ein Prototyp entsteht.
„Schon bei der ersten Anfrage entwickle ich im Kopf mögliche Konstruktionsansätze. Für die weitere Umsetzung benötige ich Produktmuster, um Maße, Gewicht und Anforderungen exakt zu bewerten“, so Marianne Kases. „Auf dieser Basis entstehen erste Muster, die so lange angepasst werden, bis sie im Handling und in der Stabilität überzeugen.“
Verpackungsentwicklung ist ein strategischer Prozess
Was häufig unterschätzt wird: Verpackungsentwicklung ist kein kreativer Zusatz, sondern ein entscheidender Hebel für Abverkauf, Logistik und Markenwirkung.
Jede Displaylösung bringt eigene Anforderungen mit sich:
Bodenaufsteller sorgen für maximale Sichtbarkeit bei großen Aktionen – entscheidend ist hier die Standfestigkeit unter realen Bedingungen.
Thekendisplays nutzen kleinste Flächen für Impulskäufe – kompakt, stabil und visuell prägnant.
Wandhänger setzen Produkte auf Augenhöhe in Szene – mit Fokus auf Tragfähigkeit und sichere Befestigung.
Mehrwegdisplays wie Loopos kombinieren Verpackung und Präsentation – mit perfekt abgestimmtem Innen- und Außenaufbau.
Welche Lösung die richtige ist, entscheidet sich nicht im Design, sondern in der Entwicklung.
Komplexe Verpackungslösungen
Doch nicht nur bei Displays spielt Verpackungsentwicklung eine zentrale Rolle. Ein gutes Beispiel sind Adventskalender: Hier treffen komplexe Konstruktion, hohe Anforderungen an Handling und maximale Attraktivität aufeinander. 24 unterschiedliche Produkte müssen sicher und effizient integriert werden – sowohl in der Entwicklung als auch später im Co-Packing.
Gleichzeitig bietet die Verpackungsoptimierung enormes Potenzial: Materialeinsparungen, effizientere Produktionsprozesse oder vereinfachtes Handling können entscheidend zur Kostenreduktion beitragen. „Manchmal ist eine aufwendigere Konstruktion in der Herstellung teurer, spart aber im Co-Packing und in der Logistik so viel Zeit, dass sich die Gesamtkosten deutlich reduzieren“, erklärt Marianne Kases.
Klare Anforderungen als entscheidender Faktor
Viele Fehler entstehen nicht in der Produktion, sondern deutlich früher – wenn Anforderungen unklar sind. Deshalb beginnt jede Verpackungsentwicklung bei Packservice mit einem strukturierten Briefing. Darauf aufbauend entstehen Konzepte, Materialentscheidungen und Konstruktionen, die vorab visualisiert und getestet werden. Erst wenn alle Faktoren – von Stabilität über Handling bis zur Effizienz – überzeugen, geht die Lösung in die Serienproduktion.
Alles aus einer Hand: Weniger Schnittstellen, mehr Effizienz
Für unsere Kunden bedeutet das vor allem eines: maximale Planungssicherheit bei minimalem Aufwand. „Unsere Kunden profitieren davon, dass sie einen zentralen Ansprechpartner haben – von der Entwicklung bis zur Auslieferung in den Handel“, so Michael Tercek. „Das reduziert den Abstimmungsaufwand, vermeidet Schnittstellenprobleme und beschleunigt die Umsetzung.“ Von der Anlieferung der Produkte über Lagerung und Co-Packing bis zur finalen Distribution in den Handel greifen alle Schritte ineinander.
Das Ergebnis: Verpackungslösungen, die nicht nur am POS überzeugen, sondern entlang der gesamten Supply Chain funktionieren – effizient, stabil und wirtschaftlich.
Fazit: Erfolgreiche Displays entstehen nicht zufällig im Designprozess. Sie sind das Resultat präziser Verpackungsentwicklung, mit klarem Fokus auf Funktion, Effizienz und Wirkung im Handel.